April 2022

Frohe Ostern

Nice Ostern Bros. Wisst ihr eigentlich was ihr da abfeiert?

Da war dieser Influencertyp „J aus N“, Hipster, mit Bart und so, hielt sich für Jesus (englisch ausgesprochen, also Tschiiisüs), hatte ein paar richtig gehypte Clips auf TikTok, wie er übers Meer danced und oder Wein aus Wasser macht und so.

Jedenfalls kam „J aus N“ in nen Club namens „Jerusalem“ und die Crowd ging voll ab, Selfies, Kreischen, kollabierende Teenies, ihr kennt das. Der Boss von dem Club, so ein heteronormativer, weißer cis-Mann mit einem Channel namens „Pilatus“ fand das irgendwie uncool und wollte „J aus N“ ordentlich dissen.

Bei einem Meet & Greet mit seinen Followern hatte „J aus N“ schon so ’ne Ahnung „Alter, ich weiß schon, einer von euch wird mich dissen, aber pass auf, ich werde zurück dissen!“

Einer der Follower, Judas (englisch ausgesprochen, also Tschudäss)) hat „J aus N“ dann geblockt und „Pilatus“ irgendwas verraten, was „Pilatus“ für seinen völlig abgedrehten Diss verwendet hat. Er hat „J aus N“ so richtig ans Kreuz genagelt. Ein irrsinniger Shitstorm brach los. „J aus N“ war am Ende, sein Kanal und er: Tot.

Aber „J aus N“ nannte sich nicht umsonst „Jesus“. Ein paar Tage später, zufällig gerade an Ostern, hatte er einen neuen Clip am Start. „Auferstehung“ ging viral, wie kein anderes Video zuvor. „J aus N“ war wieder da. Aber nur für kurze Zeit. Gut einen Monat später hatte „J aus N“ einen Burnout und verabschiedete sich in eine Social Media Pause, die bis heute anhält.

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